Pädagogische Leitgedanken

Die Mitarbeiter vom CJD Creglingen haben sich auf sechs zentrale Grundannahmen und zehn pädagogische Leitsätze verständigt.  In ihren alltäglichen Handlungen lassen sich die Mitarbeiter von diesen Sätzen leiten. Gleichzeitig sind die Sätze ein ständiger Maßstab für unser Handeln, sowie ein Orientierungspunkt bei kritischen Fragestellungen.

 

1. Grundannahmen

1. Jeder Mensch besitzt das Potential, Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen und kann sich so verhalten, dass er Andere weder verletzt noch in ihren Rechten einschränkt.

2. Jeder Mensch besitzt vielfältige Talente, die es zu wecken und zu fördern gilt, damit persönliches Wachstum als Experte für die eigene Situation angeregt wird.

3. Das Verhalten von Menschen deuten wir als ihre Strategie, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Stärken u. Ressourcen, den Herausforderungen in ihrer Biografie zu begegnen.

4. Wir sind der Überzeugung, dass jeder das Bedürfnis und die Fähigkeit besitzt, Andere prosozial in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen.

5. Mitarbeiter sind in all ihren Handlungen und Äußerungen Vorbild.

6. Nur eine positive Einrichtungskultur ermöglicht eine positive Kultur unter den jungen Menschen. Werte, die wir als Trainerteam den jungen Menschen vorleben, werden auch bei diesen wirken. 

 

2. Pädagogische Leitsätze

1. Die gemeinsame Weiterentwicklung der Einrichtung als Aufgabenstellung von Trainern und jungen Menschen steht im Mittelpunkt unseres Handelns.  

2. Wir laden junge Menschen zur Mitarbeit ein und wenden uns ihnen nicht als Bedürftige zu. Bei unseren Handlungen und Entscheidungen beziehen wir die jungen Menschen möglichst umfassend mit ein und machen sie zu Beteiligten.   

3. Wir begegnen den jungen Menschen mit Achtung und stellen hohe positive Erwartungen an sie und ihre Leistungsfähigkeit.  

4. Das Geflecht der sozialen Beziehungen in der Gruppe und nicht der einzelne Jugendliche ist zentraler Ansatzpunkt unseres Erziehungskonzeptes.  

5. Grenzüberschreitendes Verhalten wird verurteilt, dem einzelnen Menschen gegenüber begegnen wir weiterhin mit Respekt und Achtung.  

6. Besondere Lernchancen sehen wir in Problemen und Krisen, diese sind keine zu verhindernden Fehler.  

7. Ausgangspunkt unseres Handelns ist das Hier und Jetzt und nicht die Vergangenheit des  jungen Menschen.  

8. Wir beantworten Fragen nach dem Lebenssinn und fördern Religiosität.  Jugendliche ohne religiöse Bindung erfahren keine Benachteiligung.  

9. Die Verwirklichung unserer Grundnormen erfordert von allen Beteiligten die Einhaltung der Regelungen, soziale Kontrolle und Disziplin.  

10. Wir arbeiten ständig an einer Kultur des Vertrauens und der Offenheit, in der die Privatsphäre des Einzelnen geachtet wird.